Andrea Mocci und das Neuma Saxophone Quartet aus Mailand präsentieren ein virtuoses Programm mit Scaramouche, Werken von Astor Piazzolla und der berühmten Carmen Fantasy von François Borne.


  • Date:12-09-2026 20:30
  • Location Bühnenprogramm, Alter Markt, 41751 Viersen (Map)

Description

PROGRAMM

Darius Milhaud (1892–1974)
Scaramouche, Op. 165c

  • Vif

  • Modéré

  • Brazileira

François Borne (1840–1920)
Fantaisie brillante sur Carmen


Das 1937 komponierte Scaramouche zählt zu den bekanntesten und brillantesten Werken von Darius Milhaud. Französische Eleganz verbindet sich hier mit den lebendigen Rhythmen Brasiliens, die Milhaud während seines Aufenthalts in Rio de Janeiro kennen und lieben lernte. Auf den temperamentvollen ersten Satz Vif folgt das lyrische und beinahe nostalgische Modéré. Den mitreißenden Abschluss bildet die berühmte Brazileira – voller rhythmischer Energie und südamerikanischer Lebensfreude.

François Bornes Fantaisie brillante sur Carmen ist eine virtuose Hommage an Georges Bizets berühmte Oper. Bekannte Melodien aus Carmen werden aufgegriffen und in effektvolle Variationen verwandelt. Technische Brillanz und große Ausdruckskraft wechseln sich dabei ab: Mal steht die atemberaubende Virtuosität im Mittelpunkt, mal die leidenschaftliche und dramatische Klangwelt der Oper. Ein musikalisches Feuerwerk über einige der bekanntesten Melodien der Opernliteratur.



Neuma Saxophone Quartet

Das Neuma Saxophone Quartet wurde 2024 in den Räumen des Giuseppe-Verdi-Konservatoriums in Mailand gegründet. Ziel des Ensembles ist es, vier unterschiedliche musikalische Persönlichkeiten in einer gemeinsamen künstlerischen Vision durch den Klang des Saxophons zu vereinen.

Das Ergebnis ist ein ständiger Dialog zwischen Tradition und Gegenwart. Auch der Name des Quartetts spiegelt diese Identität wider: Der „Neuma“ ist ein grafisches Zeichen der mittelalterlichen Musiknotation, das bereits vor der Erfindung des Notensystems verwendet wurde.

Das Wort leitet sich vom griechischen pneuma (πνεῦμα) – „Atem“ – ab und steht sowohl als Symbol für die Idee der Musik als auch für das grundlegende Element des Saxophonspiels.

Bereits kurz nach seiner Gründung wurde das Quartett mit dem Premio Nazionale delle Arti – XIX. Ausgabe in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Außerdem gewann es den ersten absoluten Preis mit der Höchstwertung von 100/100 beim Concorso di Musica da Camera „Milano City“ 2025 sowie einen Preis beim Concorso Riviera Etrusca 2025 in der Kategorie Kammermusik.

Neuma Saxophone Quartet


Andrea Mocci (1985) ist ein italienischer Saxophonist, Dirigent und Dozent für Saxophon am Conservatorio „G. P. da Palestrina“ in Cagliari. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er am Conservatorio „L. Canepa“ in Sassari und am Conservatorio „G. Verdi“ in Mailand, wo er die Diplome in Saxophon und Kammermusik mit Bestnote und Auszeichnung erlangte.

Parallel zu seinen Studien vertiefte er seine Kenntnisse in Komposition und Jazz und perfektionierte seine Ausbildung in zahlreichen Meisterkursen bei international renommierten Saxophonisten und Musikern wie Eugene Rousseau, Jean-Marie Londeix, Arno Bornkamp, Claude Delangle, Mario Marzi, Philippe Portejoie, dem Quatuor Habanera sowie den Jazzmusikern Dave Liebman und Bob Mintzer.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn als Solist und Kammermusiker zu bedeutenden Festivals und Bühnen in Europa, darunter in Belgien, Irland, Finnland, Estland, Litauen, Serbien, Portugal, Frankreich und Deutschland. Er arbeitete mit renommierten Ensembles und Orchestern wie dem Orchestra Sinfonica di Milano, dem Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza, dem Orchestra del Teatro di Trieste und dem Divertimento Ensemble zusammen.

Als leidenschaftlicher Verfechter der zeitgenössischen Musik widmet sich Andrea Mocci intensiv der Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten. Diese Arbeit führte zur Uraufführung zahlreicher neuer Werke für Saxophon solo, Saxophonquartett und Saxophon mit Elektronik.

Er wurde bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter der Premio delle Arti des italienischen Ministeriums für Universität und Forschung, der Premio Città di Treviso, der Premio Guido Papini und der Premio Crescendo in Florenz.

Neben seiner Tätigkeit als Interpret entwickelt Andrea Mocci auch seine Arbeit als Dirigent weiter und studiert Orchesterleitung bei Renato Rivolta an der Civica Scuola di Musica „Claudio Abbado“ in Mailand sowie bei Gilberto Serembe an der Italian Conducting Academy.

Seine künstlerische Tätigkeit umfasst insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Duo Vagues mit der Pianistin Megumi Nakanomori, mit dem er das Album Légende für das Label Odradek Records aufgenommen hat, sowie das Projekt Vagues Saxophone Quartet, das unter anderem beim Festival Milano Musica und beim Internationalen Saxophon-Kongress in Zagreb auftrat.